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SUMMARY:Orakel und Podiumsgespräch: Performance als Sorgearbeit?
DESCRIPTION:Performance mit anschließendem Gespräch\nMit Meine Wunschdomain und Melanie Hinz \nWas sind die Überschneidungen von Performance-Kunst und Care-Arbeit? Wo übernehmen Theatermacher*innen Funktionen von Sorgearbeit für die Teilnehmenden/Zuschauenden? Inwiefern entstehen so Überschneidungen mit anderen Berufsfeldern wie Biografiearbeit\, (Körper-)Therapie\, Sexarbeit\, Soziale Arbeit\, Coaching\, etc. Und wo bleibt dabei eigentlich die Care-Arbeit für die Theatermacher*innen selbst? \nDie beiden Künstlerinnen Knut Schultz und Julia Nietzsche sind das Performance-Duo Meine Wunschdomain\, die bereits im atelier automatique performt haben. 2013 gründeten sie ihre Agentur für angewandte Performance-Kunst. Mit dieser Agentur verbreiten sie als Orakel unter dem Motto “Sharing is Caring” erfolgreiche und wunderbare künstlerische Strategien für den Alltagsgebrauch an ihr Publikum. Dafür greifen sie sowohl auf Strategien aus der eigenen Theater- und Performancearbeit zurück\, featuren aber auch andere Künstler*innen in ihren Orakelsessions. Im Vertrauen auf ihr vielfältiges Interessens- und Erfahrungsspektrum und die Mischung mit medialer Magie entwickelt die Wunschdomain die richtige Textur für konkrete und optimistische Strategien des Widerstands und des Weitermachens. In den Performance-Orakel-Sessions stehen visionäre Narrative/Vorstellungen von einer Zukunft\, die liebens- und lebenswert für alle sind und der unbedingte Wunsch\, FÜR etwas zu sein\, im Fokus. Meine Wunschdomain fördert und fordert ein Theater\, das sich als produktive kommunikative Dienstleistung versteht – und trotzdem seinen illusionistischen Anspruch beibehält. Dabei ist es wichtig\, nicht dem Trend der kritischen Zustandsbeschreibungen zu folgen\, sondern die gängigen dystopischen Szenarien mutig durch utopische Bilder und Momente zu ersetzen. \nSeit SoSe 2015 ist Melanie Hinz Professorin für „Bildende und performative Künste in der Kulturarbeit“ an der FH Dortmund\, lehrt und forscht im Profilstudium „Theater als Soziale Kunst“.\nSie ist Teil des neunköpfigen Performance-Kollektives Frl. Wunder AG und produziert seit 2004 Bühnenformate\, Performances und Interventionen im öffentlichen Raum.\nSie hat über „Das Theater der Prostitution“ promoviert (transcript 2014). \nBild von Felix Hauke
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